Was ist Langzeitpflege?

Dauerhaft gut versorgt
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Menschen sind aufgrund ihres hohen Alters, einer Krankheit oder einer Behinderung häufig nicht mehr in der Lage, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Gibt es eine pflegebedürftige Person in der Familie, kommen Angehörige allerdings physisch wie psychisch schnell an ihre Grenzen – Unterstützung bei der Pflege durch ausgebildetes Pflegepersonal sind somit manchmal unerlässlich. Muss die unterstützungsbedürftige Person über einen längeren Zeitraum betreut werden, spricht man von einer Langzeitpflege. Diese kann sowohl im Pflegeheim als auch in den eigenen vier Wänden erfolgen und bringt diverse Vorteile mit sich. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zu Kosten, Leistungen & Co.!

Was ist Lang­zeit­pflege?

Unter dem Begriff Langzeitpflege versteht man die Pflege und Betreuung unterstützungsbedürftiger Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg. Da es keine allgemein gültige Definition für Langzeitpflege im deutschen Sprachraum gibt, verstehen viele darunter eine dauerhafte stationäre Unterbringung in einem Pflegeheim. Hier leben in der Regel pflegebedürftige Menschen, die eine besonders intensive Betreuung benötigen. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit kann für viele aber durchaus auch eine Langzeitpflege zuhause die geeignete Lösung sein. Diese Variante ist bei vielen Pflegebedürftigen beliebt, da sie nicht aus ihrem gewohnten Umfeld raus müssen und dennoch die Vorteile einer dauerhaften Pflege genießen können. Im Rahmen der 24-Stunden-Pflege – wie wir sie auch hier auf ennie.de vermitteln – werden sie von ausgebildeten Pflegekräften rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden betreut, gepflegt und bei alltäglichen Aufgaben des Lebens unterstützt.

Für wen ist eine Lang­zeit­pflege sinn­voll?

Egal, ob Sie selbst Betroffener oder ein Angehöriger sind: Möchten Sie herausfinden, ob eine Langzeitpflege die richtige oder sogar notwendige Option für eine Betreuung ist, können Ihnen folgende Punkte bei der Entscheidung helfen:

  • Die Person kann ihren Tagesablauf nicht mehr selbstständig organisieren und droht somit zu vereinsamen.

  • Die Person kann selbst einfachste alltägliche Aufgaben nicht mehr erledigen, da sie mit schwerster Anstrengung verbunden sind.

  • Die Person ist altersbedingt körperlich stark eingeschränkt. Somit wird das Wohnumfeld der Person nicht mehr gerecht und es besteht Verletzungsgefahr (z.B. durch einen Sturz).

  • Die geistigen Fähigkeiten der Person bauen zunehmend ab. Im Falle einer Erkrankung, wie beispielsweise Demenz, ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung unerlässlich.

  • Nach akuten Krankheiten (z.B. Schlaganfall) ist die Person gegebenenfalls auf fremde Hilfe angewiesen.

Treffen einige Punkte der Checkliste zu, kann eine ambulante oder stationäre Langzeitpflege die passende Lösung sein. Dabei sollten Sie abschätzen, wie hoch der Pflegebedarf ist, denn oftmals ist eine stationäre Betreuung im Pflegeheim gar nicht notwendig. Vor allem, wenn die Barrierefreiheit im Haushalt keine Rolle spielt oder keine medizinische Rund-um-die-Uhr-Betreuung erforderlich ist, ist eine ambulante Langzeitpflege meist ausreichend. Viele bevorzugen auch die Langzeitpflege zu Hause, da sie hier in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

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Welche Leistungen beinhaltet die Lang­zeit­pflege?

Bei der Langzeitpflege geht es insbesondere um den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten einer pflegebedürftigen Person. Hierbei sollte nicht nur die medizinische Versorgung gewährleitet werden – viel wichtiger ist fast, dass den Betroffenen ein abwechslungsreicher und lebenswerter Alltag ermöglicht wird. Bei der stationären Langzeitpflege in Pflegeheimen wird dies durch verschiedene Freizeit- und Kulturangebote sichergestellt, die die hilfsbedürftigen Personen dazu animieren sollen, am sozialen Leben teilzunehmen. Natürlich unterstützen die geschulten Fachkräfte die Patienten auch bei sämtlichen Aufgaben des alltäglichen Lebens und helfen den erkrankten Pflegebedürftigen mithilfe sämtlicher Rehabilitations- und Therapiemaßnahmen, zurück zu ihrer Selbstständigkeit zu finden. Bei einer 24-Stunden-Langzeitpflege im eigenen Heim unterstützen die Pflegekräfte die Betroffenen bei der Grund- und Körperpflege und übernehmen Aufgaben in der Hauswirtschaft (z.B. Erledigen von Einkäufen, Kochen, Putzen, Waschen etc.). Außerdem kann die Betreuungskraft die pflegebedürftige Person bei sämtlichen Terminen begleiten und bei der Strukturierung des Tagesablaufes zur Seite stehen. Hinzu kommen gemeinsame Aktivitäten, wie Spaziergänge und Ausflüge, sowie die Pflege von Hobbys und sozialen Kontakten, die die hilfsbedürftige Person vor Vereinsamung schützen sollen. Generell hängen die spezifischen Aufgaben aber vom Pflegegrad und den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen ab.

Lang­zeit­pflege: Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Langzeitpflege sind zunächst abhängig davon, ob es sich um eine stationäre Behandlung oder eine 24-Stunden-Pflege zuhause handelt. Bei der stationären Langzeitpflege richten sich die Kosten vor allem nach der Einrichtung – hier variieren die Preise für einen Pflegeheimplatz stark. Auch die Pflegebedürftigkeit und der Pflegegrad spielen eine Rolle. Grundsätzlich setzen sich die Kosten in einer Pflegeeinrichtung aus mehreren Beträgen zusammen: Dazu gehören die Pflegekosten, Kosten für Verpflegung und Unterkunft, Investitionskosten und Ausbildungskosten. Bei der ambulanten Langzeitpflege ist die Höhe der Kosten ebenfalls von dem Bedarf und den individuellen Wünschen der unterstützungsbedürftigen Person abhängig. Hier bei ennie.de beinhalten die Langzeitpflege-Kosten in der Regel neben dem Gehalt und der Kost und Logis der Pflegekraft auch alle zusätzlichen Aufwendungen, wie Sozialabgaben, Versicherungen, Steuern & Co. Im Großen und Ganzen können Betroffene für stationäre und ambulante Langzeitpflege aber insgesamt mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro monatlich rechnen.

Gute Nachricht: Diese müssen sie keinesfalls alleine tragen! Pflegebedürftige Personen erhalten für die stationäre Langzeitpflege nämlich jeden Monat Pflegeleistungen von der Pflegekasse, die je nach Pflegegrad unterschiedlich hoch sind. Personen, die im Rahmen der 24-Stunde-Pflege behandelt werden, können dagegen das Pflegegeld beanspruchen.

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Von Kurz­zeit­pflege in Lang­zeit­pflege: Was Sie beachten sollten

Im Gegensatz zur Langzeitpflege werden bei der Kurzzeitpflege hilfsbedürftige Menschen für einen recht kurzen Zeitraum, der 56 Tage nicht überschreitet, gepflegt. Im Normalfall erfolgt dies in einer stationären Einrichtung, es gibt aber mittlerweile auch Kurzzeitpflege, die zuhause von einem ambulanten Pflegedienst oder einer 24-Stunden-Pflege übernommen wird. Die Kurzzeitpflege wird vor allem dann in Anspruch genommen, wenn ein Familienmitglied durch eine akute Erkrankung pflegebedürftig wird oder wenn nach einem Krankhausaufenthalt noch eine Nachsorge notwendig ist. Häufig dient die Kurzzeitpflege als Überbrückungsmaßnahme, um eine passende Betreuungsform im Rahmen der Langzeitpflege zu finden. Ein Anspruch auf Kurzzeitpflege besteht übrigens auch dann, wenn bereits zu Beginn der Pflegebedürftigkeit feststeht, dass im Anschluss eine Langzeitpflege stattfinden soll.

Stationäre Lang­zeit­pflege vs. Lang­zeit­pflege zu Hause: Was ist besser?

Sind Sie auf der Suche nach einer geeigneten Langzeitpflege und wissen noch nicht, welche Betreuungsform die passende ist? Sowohl die stationäre als auch die ambulante Langzeitpflege bringen diverse Vorteile mit sich. So kann beispielsweise in Fällen einer intensiven medizinischen Betreuung eine Behandlung im Pflegeheim unerlässlich sein. Im Gegensatz dazu ist die 24-Stunden-Pflege zu Hause optimal für alle, die nicht aus ihrem vertrauten Umfeld raus möchten und gerne ihre Privatsphäre mit einer Betreuungsperson teilen. Werfen Sie doch einen Blick in die Vor- und Nachteile der Pflegeformen – je nach Situation, Typ, Pflegegrad oder Bedürfnissen, kann die eine oder die andere Methode die richtige für Sie sein!

Vorteile stationäre Lang­zeit­pflege:

  • Medizinische Versorgung
  • Barrierefreiheit gewährleistet
  • Adäquate Pflege bei Demenz
  • Soziale Aktivitäten mit anderen Pflegebedürftigen

Nachteile stationäre Lang­zei­tpflege:

  • Persönliche Hinwendung auf das Minimum reduziert
  • Gegebenenfalls weniger Wohnfläche
  • Umzug in unbekannte Umgebung

Vorteile Lang­zeit­pflege zu Hause:

  • Gewohnte Umgebung und gewohnte Abläufe
  • Sehr individuelle, bedürfnisorientierte Betreuung
  • Enge Bindung zwischen Betreuungskraft und Pflegebedürftigen möglich
  • Insbesondere ausländische Pflegekräfte sind relativ günstig

Nachteile Lang­zeit­pflege zu Hause:

  • In der Regel keine medizinische Versorgung ohne ambulanten Pflegedienst möglich
  • Eigener Wohnraum für Pflegekraft notwendig

Wir von ennie.de versuchen stets, eine ideale Betreuung für Sie zu finden. Gerne vermitteln wir Ihnen eine geeignete Langzeitpflegekraft, die Sie oder Ihren Angehörigen rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden betreut. Einfach unser Online-Angebotsformular nutzen oder einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch ausmachen – wir freuen uns von Ihnen zu hören und Ihnen beim Thema Langzeitpflege weiterzuhelfen!

Die wichtigsten Fragen

Wie lange dauert Lang­zeit­pflege?

Bei der Langzeitpflege werden pflegebedürftige Personen über einen längeren Zeitraum hinweg (mindestens sechs Monate) betreut, gepflegt und bei alltäglichen Aufgaben des Lebens unterstützt. Dies kann entweder in einer stationären Einrichtung wie einem Pflegeheim oder auch in den eigenen vier Wänden erfolgen.

Für wen ist Lang­zeit­pflege am besten ge­eignet?

Menschen, die aufgrund ihres hohen Alters, einer Krankheit oder einer Behinderung nicht mehr ein eigenständiges Leben führen können, sind auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Wenn Angehörige die Pflege nicht mehr selbst stemmen können, ist eine Langzeitpflege in einem Pflegeheim oder eine 24-Stunden-Pflege zu Hause die optimale Lösung.

Wie viel kostet Lang­zeit­pflege?

Sowohl die stationäre als auch die ambulante Langzeitpflege setzt sich aus verschiedenen Beträgen, wie Kosten für Pflegeleistungen, Unterkunft, Verpflegung usw. zusammen. Grundsätzlich können Betroffene aber mit Gesamtkosten in der Höhe von 2.000 bis 5.000 im Monat Euro rechnen. In der Regel müssen die Kosten nicht allein getragen werden: Je nach Langzeitpflegeform erhalten Pflegebedürftige Zuschüsse von der Pflegekasse oder Pflegegeld:

Julia Gries
Julia Gries
Hallo lieber Leser, mein Name ist Julia vom ennie-Team. Ich schreibe unsere Ratgeber-Artikel, welche unser Wissen zur häuslichen Betreuung in Struktur bringen und an unsere Leser weitergeben.
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